Makler stehen in den Startlöchern für die digitale Transformation. Das ist das Ergebnis einer Maklerbefragung, die mobilversichert zum zweiten Mal in Folge in Kooperation mit der Fachzeitschrift AssCompact durchgeführt hat.
Im Rahmen der Online-Umfrage "Der digitalisierte Makler" wurden Vermittler zu Strategien, Herausforderungen und Chancen für die Zukunft befragt. Die Antworten zeigen: Die große Mehrheit der Makler will das Geschäft auf digitale Beine stellen - auch und gerade in Zeiten von Corona.
Versicherungsmakler wollen digital aufrüsten. Insgesamt drei Viertel aller Befragten geben an, in Zukunft digitaler als heute arbeiten zu wollen (Angabe von "stimme voll zu" und "stimme eher zu"). Nur 4 Prozent streben künftig (eher) keine digitalere Arbeitsweise an. 21 Prozent sind unentschieden.
Kunden- und Vertragsdaten sind Voraussetzung
Der digitale Umbau ist aus Maklersicht jedoch von einer entscheidenden Bedingung abhängig: Eine deutliche Mehrheit von über 80 Prozent der Makler geht davon aus, dass sie nur digitaler arbeiten kann, wenn sie auf verlässliche Kunden- und Vertragsdaten zugreifen kann (Angaben von "stimme voll zu" und "stimme eher zu"). 14 Prozent sind in der Frage unentschieden. Nur 4 Prozent stimmen (eher) nicht zu.
"Wer digitalisieren will, muss seine Daten im Griff haben", so Dr. Mario Herz, Geschäftsführer von mobilversichert. "Nur mit einer soliden Datenbasis können Makler die enormen Potenziale heben, die die Transformation mit sich bringt; zum Beispiel durch den Einsatz von professionellen Bestandsanalysen, automatisierten Vertriebsaktivitäten und smarten Services für den Kunden." mobilversichert ist eine Transaktions-Plattform, die Maklern und Versicherern eine smarte digitale Infrastruktur für das Neugeschäft und das Bestandsmanagement bietet. Das Unternehmen hat eine Technologie entwickelt, mit der Makler aktuelle Kunden- und Vertragsdaten unkompliziert und zügig aus Versicherer-Portalen digital generieren, zusammenführen und vertrieblich einsetzen können.
Corona als Treiber
Corona gilt klar als Beschleuniger für die Digitalisierung. Rund drei Viertel (74 Prozent) der Makler gehen davon aus, dass die Corona-Krise insgesamt zu einem Digitalisierungsschub in der gesamten Versicherungsbranche führen wird (Angabe von "stimme voll zu" und "stimme eher zu"). Deutlich weniger, rund 19 Prozent, sind unentschieden in der Frage; 6 Prozent sehen (eher) keinen Zusammenhang.
Makler nehmen Kundenanforderungen ernster
Wie schon im Vorjahr wurden Vermittler nach den größten digitalen Herausforderungen und Chancen der Zukunft befragt. Bei den größten digitalen Herausforderungen zeigen sich leichte Verschiebungen im Vergleich zu 2019. Zwar liegt mit rund 32 Prozent noch immer der Zeit- und Verwaltungsaufwand bei der Pflege von Bestandsdaten bei den meisten Maklern auf Platz 1 (zum Vergleich: 2019 waren es 40 Prozent). Aber für beinahe ebenso viele (31 Prozent) stehen heute neue Kundenanforderungen an oberster Stelle (2019 waren es 21 Prozent). Online-Konkurrenten werden von 28 Prozent (2019: 31 Prozent), Robo-Berater von 10 Prozent (2019: 8 Prozent) als größte Herausforderung betrachtet.
"Die Corona-Krise hat gezeigt, dass im Versicherungsvertrieb noch immer eine enorme Lücke zwischen den Kundenerwartungen und dem aktuellen Angebot klafft", erklärt Herz. "Makler brauchen dringend technologische Unterstützung, wenn sie Kunden zeitgemäß beraten und betreuen und sich neben Online-Konkurrenten behaupten wollen."
Wie bereits im letzten Jahr sind sich die Makler einig, wenn es um die größten Chancen der Zukunft geht. Eine Mehrheit von fast zwei Dritteln (59 Prozent) sieht die größten Potenziale bei neuen digitalen Hilfsmitteln, zum Beispiel um automatisiert Daten abzuholen, Vertriebsprozesse zu steuern oder Kunden smarte Services zu bieten (zum Vergleich: 2019 waren es 61 Prozent). Die Bedeutung von digitalen Plattformen oder Ökosystemen ist im Vergleich zum Vorjahr mit 19 Prozent leicht gestiegen (2019: 15 Prozent); die Unterstützung durch Pools mit rund 14 Prozent etwa gleichgeblieben (2019: 15 Prozent). Nur für 8 Prozent ist die Hilfe von Versicherern, zum Beispiel über Schnittstellen, die größte Zukunftschance (2019: 10 Prozent).
Daten bleiben erfolgsentscheidend
Makler sind sich der Relevanz des Themas Daten für den eigenen Vertriebserfolg weiterhin bewusst. Wie schon im letzten Jahr zeigen sich drei Viertel (74 Prozent) der Makler überzeugt, dass eine bessere Datenqualität und ein schnellerer Datentransfer zwischen Versicherern und Maklern ihren Vertriebserfolg steigern würde (zum Vergleich: 2019 waren es 76 Prozent). Rund 18 Prozent stehen der Frage neutral gegenüber (2019: 17 Prozent). Nur 6 Prozent glauben nicht, dass sie mit besseren Daten erfolgreicher wären (2019: 6 Prozent).
"Das Thema Daten wird auch weiterhin im Versicherungsvertrieb an Bedeutung gewinnen", erklärt Herz. "Neue Technologien können Makler wie auch Versicherer hier entscheidend unterstützen." mobilversichert will seine Datenservices auf der Plattform in den kommenden Monaten weiter ausbauen. Original-Content von: mobilversichert übermittelt durch news aktuell
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